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12.12.2017 - 20:57

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Chronik der Freiw. Feuerwehr Hähnlein

Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen die Entstehungsgeschichte des Feuerlöschwesens in Hähnlein sowie die Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Hähnlein darstellen. Grundlage dafür war die anlässlich unseres 100 jährigen Jubiläums im Jahr 1992 veröffentlichte Chronik, die in Teilen überarbeitet und aktualisiert wurde. Wie damals schon dargestellt, kann die Entwicklung des Feuerlöschwesens in Hähnlein mangels spezieller Aufzeichnungen lediglich anhand wesentlicher Ereignisse dargestellt werden. Grundlage dafür waren gemeindliche Aufzeichnungen in Protokollen des Gemeinderates, Kassenbüchern und Haushaltsplänen, aber auch das Archiv der Ev. Kirchengemeinde. Ab unserem Gründungsjahr 1892 liegen – mit wenigen Ausnahmen – die Originalprotokolle aller Generalversammlungen vor, die unsere Chronik fast lückenlos wiedergeben.

 

Entwicklung des Feuerlöschwesens in Hähnlein:

Erste Regelungen für das gemeindliche Feuerlöschwesen wurden Mitte des 18. Jahrhunderts durch die  Hochfürstlich-Hessen-Darmstädterische Feuerordnung vom 18. Juli 1767“ getroffen, die auch für Hähnlein ihre Geltung hatten. Dort wurden unter anderem Vorschriften für die Bürger über das Verhalten bei Bränden erlassen. Es wurde geregelt, dass bei Neubauten Strohdächer verboten sind, und es gab die Anweisung, dass die Städte und Gemeinden eine ausreichende Anzahl von Löschgeräten, Feuerspritzen, Feuerleitern, Feuerhaken und Feuereimern vorzuhalten hatten. Den ledernen Feuereimer hatte jeder männliche Einwohner über 21 Jahre – sogenannte „Ortsbürger“ – zu stiften bzw. einen bestimmten Betrag an die Gemeindekasse zu zahlen. Diese Feuereimer wurden am Anfang im eigenen Haus aufbewahrt, später zentral in einem Gemeinde- bzw. Spritzenhaus.

In den alten Kassenbüchern und Haushaltsplänen der Gemeinde Hähnlein sind die verschiedensten Ausgaben für das Feuerlöschwesen aufgeführt.  So belegen Eintragungen aus dem Jahre 1834, dass am 16. August diesen Jahres eine tragbare Feuerspritze für den Betrag von 165 Gulden angeschafft wurde. Diese Spritze musste mittels der bereits genannten Feuereimer mit Wasser gefüllt werden.

Als weiteres Inventar für die Feuerwehr ist verzeichnet: 2 Feuerleitern für 4 Gulden, 2 Feuerhaken für 1 Gulden, 1 Heblade für 1 Gulden und 30 Kreutzer und 3 eiserne Pickel für 3 Gulden. Im Vergleich dazu: Der Gesamthaushaltsplan im Jahre 1834 betrug 2498 Gulden und 35 Kreutzer.

Für das Jahr 1841 ist ein besonderes Ereignis erwähnenswert: In der sächsischen Stadt Meißen wurde die erste Freiwillige Feuerwehr in Deutschland gegründet. Nach den Städten folgten bald auch die größeren und kleineren Landgemeinden mit der Bildung freiwilliger Feuerwehren; dies sollte in Hähnlein allerdings noch einige Zeit dauern.

Am 6. Juni 1861 wurde bei der Feuerspritzenfabrik H. Bach & Söhne in Windecken bei Hanau eine große pferdegezogene Saug- und Druckspritze bestellt und am 11. März 1864 beim Bahnhof Zwingenberg ausgeliefert; der Gesamtpreis für diese Spritze betrug 833 Gulden und 15 Kreutzer. Die seit 1834 benutzte tragbare Spritze wurde im Rahmen einer Versteigerung meistbietend an den Kupferschmied A. van Kauck aus Gernsheim für 35 Gulden versteigert.

Im gleichen Jahr – im September 1864 - bekam die Gemeinde eine zweirädrige Saugspritze von der Aachner- und Münchner Feuerversicherungsgesellschaft kostenlos zur Verfügung gestellt. Diese Spritze wurde von der Fa. Josef Beduwe in Aachen gebaut. Ein Protokoll aus dem Jahr 1864 belegt, jeder Hähnleiner Ortsbürger habe bei seiner  “ Kopulation“ (Heirat) an die Gemeindekasse 2 Gulden und 13 Kreutzer – das sog. „Feuereimergeld“ -  zu zahlen. In diesem Jahr waren dies insgesamt 9 neue Ortsbürger, die diesen Betrag zu zahlen hatten.

Ebenfalls im Jahr 1864 –und zwar am 30. Mai- wurde mit dem Bau eines  “Spritzenlocals der Gemeinde Hähnlein“ begonnen; der Gesamtbetrag der Baukosten betrug 37 Gulden und 19 Kreutzer. Dieses erste Spritzenhaus befand sich hinter dem ehemaligen Rat- und Schulhaus auf dem Gelände der heutigen Alsbacher Straße 1. An die sich auf dem Dach des ehem. Rat- und Schulhauses befindliche Glocke erinnert noch heute die Bezeichnung des gegenüberliegenden Traditionsgasthauses „Zum Dorfglöckchen“.

Nach dem Verkauf des Geländes Mitte der 30er Jahre dies 20.Jahrhunderts an Georg Rechel und dem Umzug der Bürgermeisterei in die ehemalige Anstalt und jetzige Alte Bürgermeisterei wurde auch das Spritzenhaus dorthin verlegt, und zwar in einen Teil des damaligen Faselstalles. Dort befand es sich bis zur Errichtung des neuen Gerätehauses im Jahre 1957.

Im Jahr 1890 – also zwei Jahre vor der Gründung der Hähnleiner Freiwilligen Feuerwehr - wurde durch Großherzog Ernst Ludwig zu Hessen und bei Rhein eine neue Feuerlöschordnung vom 29. März 1890 erlassen. Diese enthielt- wie schon die eingangs erwähnte Verordnung aus dem Jahr 1767- wiederum Anweisungen für die Städte und Gemeinden zur Vorhaltung feuerwehrtechnischer Ausrüstungen. Unter anderem wurde auch in Artikel 4 die “Verpflichtung zur Einrichtung und Unterhaltung einer ausgerüsteten und eingeübten Feuerwehr“ gefordert. Dies konnte eine Freiwillige Feuerwehr, eine Berufsfeuerwehr oder eine Pflichtfeuerwehr sein, wobei die freiwillige Feuerwehr ausdrücklich an erster Stelle erwähnt war.

 “Gott zur Ehre, dem Nächsten zur Wehr“,

unter diesem Wahlspruch fanden sich am 24. Juli 1892 im Gasthaus  “Zum Täubchen“ 45 Männer zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Hähnlein zusammen. Erster Kommandant wurde Gastwirt Georg Wicht; die Mannschaft wurde in 12 Steiger, 22 Mann in der Spritzenmannschaft, 7 Mann in der Ordnungsmannschaft sowie 2 Signalisten eingeteilt; die genaue Mannschaftseinteilung kann man dem Gründungsprotokoll entnehmen.

Dieses Protokoll wurde dem Protokollbuch entnommen, das noch heute - jetzt im zweiten Band - für die Niederschriften der Generalversammlungen verwendet wird.

Protokoll der Gründungsversammlung von 31. Juli 1892
Geschehen Hähnlein, den 31. Juli 1892
Nachdem die Freiwillige Feuerwehr von hier zu einer Generalversammlung eingeladen worden war, wurden folgende Beschlüsse gefasst:

Protokoll der Gründungsversammlung von 31. Juli 1892

Geschehen Hähnlein, den 31. Juli 1892

Nachdem die Freiwillige Feuerwehr von hier zu einer Generalversammlung eingeladen worden war, wurden folgende Beschlüsse gefasst:

1.

Daß zur besseren Übersicht der Vereinsleitung von heute an ein Protokollbuch geführt werden soll und daß als

 

Gründungstag der 24. Juli 1892 angenommen werden soll.

2.

Bei der Vorstandswahl wurden folgende Personen gewählt:

 

Georg Wicht

Kommandant

 

Konrad Stier

2.Komandannt

 

Jakob Gußmann

Zeugwart, 2.Führer Steigermannschaft

 

Liebmann Wolf

Rechner

 

Konrad Müller

1. Führer, Steigermannschaft

 

Peter Meid

Führer der Spritzenmannschaft

 

Konrad May

2. Führer der Spritzenmannschaft

 

Philipp May

Führer der Ordnungsmannschaft

3.

Als Stellvertreter der Führer wurden gewählt:

 

Valentin Gußmann

als Spritzenführer

 

Liebmann Wolf

als Ordnungsführer

4.

Die Mannschaft wurde eingeteilt wie folgt:

 

Steiger:

 

 

Philipp Weg, Georg Seib, Johannes Müller III, Jakob Schneider, Georg Gußmann, Johannes Rechel, Philipp Reitz,

 

Wilhelm Ohr III, Konrad Bernhard, Adam Seib, Peter Reitz, Heinrich Schneider

5.

Spritzenmannschaft:

 

 

Konrad Knies, Jakob Rechel, Jakob Götz VIII, Peter Gerhard, Peter Rechel, Johannes Rechel, Konrad Rechel, Peter 

 

Meid, Peter Hechler,Philipp Hechler, Philipp Götz XI, Konrad Fuchs, Ludwig Götz, Peter Knies, Christian Nickel,

 

Jakob Bernhard, Valtin Rechel, Valtin Gräf, Christian May, Peter Edel, Christian Ohr, Peter Schaaf

6.

Ordnungsmannschaft

 

 

Christian Gerhard, Jakob Reitz, Georg Nickel, Heinrich Koch, Peter  Schmitt, Louis Küfer, Ernst Lampert

7.

Signalisten:

 

 

Peter Gerhard, Wilhelm Flauaus

8.

Die Stellvertreter haben, sobald der Führer bei der Übung oder bei einem Brande zugange ist, in das Glied

 

einzutreten.

9.

Ferner wurde beschlossen, zur Bestreitung etwa entstehender Kosten eine Kasse zu bilden und einen monatlichen

 

 Betrag von 10 Pfennigen pro Mann zu erheben. Die disponiblen Gelder sollen bei der Sparkasse Zwingenberg

 

verzinslich angelegt werden.

10.

Weiter wurde beschlossen, das Mitglied Ludwig Götz als Vereinsdiener anzunehmen.

11.

Dann wurde beschlossen, dem Landesverband der Freiwilligen Feuerwehr im Großherzogtum Hessen beizutreten,

 

 was bereits geschehen ist.

Für das Kommando:

 

Georg Wicht, Konrad Stier, Jakob Gußmann, Peter Meid, Philipp May 1 , Liebmann Wolf, Konrad Müller, Valentin

Gußmann.

Es wurde an jedem ersten Sonntag im Monat bei günstiger Witterung eine Übung abgehalten.

Über Einsätze der Wehr gibt es bis zum Jahr 1943 keine Aufzeichnungen.

Im Jahr 1907 wurde Philipp Schäfer VI zum Kommandanten gewählt, dieses Amt hatte er bis zum Jahr 1938 inne; er wurde dann zum Ehrenkommandanten ernannt.

Freiwillige Feuerwehr Hähnlein im Jahre 1910 vor dem Gerätehaus

1. Reihe:

Wilhelm Flauaus, Philipp Nickel, Wilhelm Becht

2. Reihe:

Adam Schäfer, Peter Nickel, Peter Nickel, Jakob May, Adam May, Christian Schneider, Peter Kindinger

3. Reihe:

Unbekannt, Philipp Gräff, Philipp May, Kreisfeuerwehrkommandant Schumann aus Bensheim, Philipp

 

Schäfer, Georg Götz, Valentin Ewald

4. Reihe:

Unbekannt, Georg Schneider, Heinrich Schneider, Wilhelm Reitz, Heinrich  Henninger, Unbekannt

5. Reihe:

Jakob May, Unbekannt, Unbekannt, Unbekannt, Unbekannt, Johann  Odenheimer

Damals legte man großen Wert auf Disziplin innerhalb der Wehr. Wenn es sein musste, wurde hart durchgegriffen. Dies zeigt das Jahresprotokoll von 1912. Für unentschuldigtes Fernbleiben von den Übungen wurde eine Geldstrafe in Höhe von 2,-- DM angedroht; damals für den Einzelnen eine nicht unerhebliche Summe, vergleicht man den Betrag mit dem schon genannten Monatsbeitrag. Ebenfalls im Jahre 1912 wurden bei der Hähnleiner Wehr erstmals Spielleute ausgebildet; Ausbilder war Wilhelm Flauaus, der dafür vom Beitrag befreit wurde. Ob und wie lange diese Gruppe bestand, ist aus den Aufzeichnungen der Wehr nicht ersichtlich.Im Inflationsjahr 1923 betrug der vierteljährliche Beitrag 500 RM. In diesem Jahr wird im Protokollbuch auch wieder die Einrichtung einer Spielgruppe erwähnt, es seien “Trommel und Pfeifen instand gesetzt worden, nachdem sich einige Leute zum Spielen gemeldet hätten“.

Aus den verschiedenen Protokollen der Zwanziger Jahre ist auch die Teilnahme an den jeweils statt gefundenen Feuerwehrfesten ersichtlich. So wurde 1923 der Kreisfeuerwehrtag in Zwingenberg (Hähnlein gehörte bis 1938 zum Kreis Bensheim), 1927 der Provinzialfeuerwehrtag der Provinz Starkenburg in Heppenheim und ebenfalls in diesem Jahr der Landesfeuerwehrtag des Volksstaates Hessen in der Provinzhauptstadt Rheinhessens in Worms besucht. Beim Kreisfeuerwehrtag in Lindenfels im Jahre 1929 wurde für 15,35 RM ein Fass Bier getrunken, das aus der Vereinskasse bezahlt wurde. Dieses Ereignis wurde für so wichtig befunden, dass es sogar im Protokollbuch erwähnt wurde.

1930 wurde innerhalb der Wehr eine freiwillige Sanitätskolonne gegründet. Die im Sanitätsdienst stehenden Feuerwehrmänner mussten bald darauf wegen Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden Gruppen die Feuerwehruniform abliefern und wurden neu eingekleidet.

1933 wurde aus dieser Sanitätskolonne ein eigenständiger Sanitätszug.

Im Jahre 1932 wurde erstmals ein Banner angeschafft; das Protokoll von 1933 spricht auch wieder von der Gründung einer Musikabteilung.

1938 wurde Valentin Schäfer III Feuerwehrkommandant als Nachfolger des seit nun mehr über 30 Jahren tätigen Philipp Schäfer VI. Valentin Schäfer III wurde aber bald darauf zur Wehrmacht einberufen, sodass Georg Schäfer I dessen Amt übernahm. Nach dessen Einberufung übernahm im Jahre 1939 Konrad Knies II die Wehr.

Mit Beginn des 2. Weltkrieges wurde der Hessische Feuerwehrverband - und damit die Freiwilligen Feuerwehren - aufgelöst und durch Reichserlass dem Minister des Innern als Feuerlöschpolizei unterstellt. Gleichzeitig wurden sämtliche männlichen Einwohner vom 17. bis zum 65. Lebensjahr zu dieser Feuerlöschpolizei verpflichtet. Wegen Männermangel bestand während des Krieges auch eine Frauengruppe innerhalb dieser Feuerlöschpolizei.

Zwei größere Brandereignisse sind aus den Kriegsjahren zu nennen:

Am 21. Dezember 1943 abends gegen 21.00 Uhr stürzte ein führerloses deutsches Flugzeug auf ein Wohnhaus in der Waldstraße 1. Das Haus brach völlig zusammen; durch das ausfließende Benzin entstand ein Feuer, das alles vernichtete.

Am 21. März 1945 war Hähnlein Ziel eines Tieffliegerangriffes. Hierbei wurden u. a. 4 Scheunen in der Gernsheimer Straße in Brand geschossen, die bis auf die Grundmauern niederbrannten; ein Wohnhaus in der Gernsheimer Straße wurde stark beschädigt.

Im Jahr 1944 wurde durch die Gemeinde eine Einheitsmotorspritze der Fa. Balke angeschafft, die aber kurz darauf von den amerikanischen Besatzungstruppen im März 1945 wieder beschlagnahmt wurde. Im Oktober wurde abermals eine Spritze der Fa. Bachert angeschafft.

Mit dem Ende des 2. Weltkrieges und dem Einzug der amerikanischen Besatzungstruppen wurde der alte hessische Feuerwehrverband wieder ins Leben gerufen. Der damalige Bürgermeister Jakob May berief nach Kriegsende eine Versammlung zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr ein. Er stellte es sämtlichen Anwesenden frei, sich beim Aufbau zu beteiligen. Da die freiwilligen Meldungen sehr dürftig waren - es hatten sich nur 5 Mann bereit erklärt -, wurden 25 Mann als Pflichtfeuerwehr bestimmt.

Das Kommando als 1. Kommandant wurde Jakob Rechel  übertragen. Diese Gruppe zerfiel jedoch bald wieder, da der Idealismus fehlte. Am 1. Mai 1948 wurde Hans Hebermehl  zum Kommandanten gewählt. Mit ihm fanden sich wieder junge freiwillige Leute zusammen, um eine Freiwillige Feuerwehr zu bilden.

Am 19. Mai 1950 wurde in Hessen ein neues Brandschutzgesetz verabschiedet, das den Brandschutz als Pflichtaufgabe der Städte und Gemeinden festschrieb. Ab 1950 wurden auch wieder regelmäßige Jahreshauptversammlungen mit schriftlichen Ergebnisprotokollen abgehalten.

Bei der ersten ordentlichen Generalversammlung nach dem Krieg wurde folgender Vorstand gewählt:

1.

Kommandant:

Hans Hebermehl

2.

Kommandant:

Adam May

Schriftführer:

Willi Gerhard

Rechner:

Karl Müller

Beisitzer:

Jakob Gußmann

Zeugwart:

Georg May

Georg May wurde im Jahr 1965 zum ersten Ehrenmitglied der Hähnleiner Feuerwehr ernannt.

Im März 1951 musste die Wehr zu einem Großbrand im Gehöft von Valentin Götz in der Georg-Fröba-Straße 4 ausrücken. Durch einen Kurzschluss in den elektrischen Anlagen sind die Scheunen und Stallungen vollständig niedergebrannt.

Am 9. November 1951 wurde Heinz Machleid zum Kommandanten und späteren Hähnleiner Ortsbrandmeister gewählt. Dieses Amt hatte er bis ins Jahr 1980, also fast 30 Jahre lang, inne. Für seine Leistungen wurde der Kamerad Machleid mit dem silbernen und goldenen Brandschutzehrenzeichen, dem silbernen und goldenen Deutschen Feuerwehrkreuz und dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet. Außerdem wurde er im Jahr 1985 zum Ehrenortsbrandmeister ernannt

Freiwillige Feuerwehr Hähnlein im Jahre 1952 an der Anstalt

1. Reihe:

Hans Kindinger, Josef Preis, Peter Nickel, Konrad Schäfer, Willi Ewald

2. Reihe:

Philipp Werner, Georg Sieben, Adam May, Georg May, Heinz Machleid, Peter Müller, Jakob Gußmann

3. Reihe:

Konrad Knies, Adam Hechler, Siegfried Weigl, Konrad Rechel, Georg Schratt, Otto Weishäupl, Horst

 

Münster

4. Reihe:

Heinrich Jung, Peter Schäfer, Peter Schäfer, Willi Ohr, Georg Götz

5. Reihe:

Oswald Lindl, Helmut Preusch, Peter Meid, Reinhold Seib, Philipp Dequis, Adam Schäfer, Albert Schäfer

6. Reihe:

Gerd Stastny, Edmund Lindl, Peter Werner

Im Jahr 1955 wurde mit dem Bau eines Gerätehauses begonnen. Da in den Jahren zuvor in der Gemeinde eine Wasserleitung gebaut wurde, standen für den Bau eines Feuerwehrgerätehauses keine Gelder mehr zur Verfügung. Somit griff die Wehr - wie auch heute noch - zur Selbsthilfe. Es wurde eine Ortssammlung und eine Spendenaktion in den Landkreisen Darmstadt, Bergstraße und Groß-Gerau durchgeführt. Von diesen Mitteln konnten die Materialkosten für das Fundament sowie ein Großteil der Steine bezahlt werden. Die Planung wurde unentgeltlich durch den Feuerwehrkameraden Adam Schäfer abgewickelt. Fundament und Rohbau konnten somit in Selbsthilfe überwiegend an Samstagen und Sonntagen erstellt werden.

Der Schlauchturm wurde mangels Gerüst durch das Bauunternehmen Valentin Schäfer erstellt. Der weitere Aufbau wurde teils in Selbsthilfe, teils durch Unternehmer mittels inzwischen zur Verfügung stehender Mittel von Gemeinde und Brandversicherungskammer ausgeführt.

Das neue Gerätehaus wurde am 4. August 1957 im Rahmen eines außerordentlichen Kreisfeuerwehrtages und des 65 jährigen Bestehens der Wehr durch den damaligen 1. Kreisbeigeordneten und späteren Darmstädter Landrat Gustav Krämer sowie Bürgermeister Ernst Gerhard eingeweiht. Krämer und Gerhard lobten die beispielhafte Zusammenarbeit der Hähnleiner Bürger des nunmehr nach der Wasserleitung und dem Dorfgemeinschaftshaus dritten Großprojektes in der Gemeinde Hähnlein.

Freiwillige Feuerwehr Hähnlein im Jahre 1957 am Dorfgemeindschaftshaus

1. Reihe:

Jakob Gußmann, Georg Sieben, Heinz Machleid, Adam Hechler, Konrad Knies, Albert Schäfer, Heinrich

 

Jung, Herbert Rode

2. Reihe:

Philipp Werner, Willi Rothermel, Peter Schäfer, Werner Schäfer

3. Reihe:

Harald Hennemann, Adolf Preis, Georg May, Richard Preusch, Peter Nickel, Georg Götz

4. Reihe:

Peter Meid, Adam Schäfer, Helmut Preusch, Peter May, Peter Werner

1959 wurde eine Tragkraftspritze TS 8/8 mit einem eigens dafür umgebauten Anhänger und 1960 ein Hydrantenwagen angeschafft.

1962 war ein besonderes Jahr für die Wehr: Es wurde das erste Kraftfahrzeug und zwar ein Feuerlöschkraftwagen FK 1000 der Fa. Hanomag angeschafft. Dieses Fahrzeug wurde erst 1980 ausgemustert und durch einen VW-Bus ersetzt.

1964 vervollständigte eine mechanische Anhängeleiter AL 18 der Fa. Bachert den Fahrzeug-und Gerätebestand der Wehr.

Im gleichen Jahr war auch ein Großbrand zu verzeichnen: Bei Georg Kappel in der Gernsheimer Straße 39 brannte der Dachstuhl völlig aus.

1967 konnte - wie schon 1952 das 60 jährige und 1962 das 70 jährige -  das 75 jährige Gründungsjubiläum begangen werden. Zu diesem Fest wurde ein neues Banner durch Bürgermeister Friedrich Ost und Kreisbrandinspektor Würtenberger an die Wehr übergeben. Fritz Ost war im gleichen Jahr als Nachfolger des verstorbenen Ernst Gerhard zum Hähnleiner Bürgermeister gewählt worden und sollte es bis zur Gebietsreform 1977 bleiben.

Im Jahr 1968 wurde der Wehr durch den Katastrophenschutz des Bundes ein Löschgruppenfahrzeug LF 16 TS der Fa. Magirus-Deutz zur Verfügung gestellt. Dieses Fahrzeug war Teil des 2. Löschzuges Wasser (LZ-W), zu dem ebenfalls Fahrzeuge der Feuerwehren Griesheim und Weiterstadt gehörten; die Verwaltung dieses Fahrzeuges unterlag dem Brandschutzamt der Stadt Darmstadt.

Am 5. Oktober 1970 trat das neue Hessische Brandschutzhilfeleistungsgesetz in Kraft. Mit diesem Gesetz wurde unter anderem die Trennung des Feuerwehrvereins und der Einsatzabteilung als gemeindliche Einrichtung festgeschrieben. In Hähnlein kam diese Trennung bis ins Jahr 1998 nicht zur Geltung; der Vereinsvorsitzende war gleichzeitig Kommandant, Ortsbrandmeister oder Wehrführer, und auch die Vorstandssitzungen und die Generalversammlungen wurden – und werden noch - gemeinsam abgehalten.

Freiwillige Feuerwehr Hähnlein im Jahre 1972 am Gerätehaus

1. Reihe:

Willi Gerhard, Heinz Gerhard, Willi Eichhorn, Peter Meid, Konrad Knies, Georg May, Heinz Machleid,

 

Philipp Werner, Albert Schäfer, Georg Rothermel, Josef Preis

2. Reihe:

Willi Rothermel, Reinhold Werner, Walter Schneider, Jakob Gußmann, Bernd Machleid, Heinrich Jung,

 

Adam Metzger, Georg Götz, Fritz Merschroth,Georg Sieben, Ernst Bickhardt, Heinz Steinfeldt, Heinz

 

Schneider,Reinhard Raab

3. Reihe:

Walter Götz, Klaus Beykirch, Karl-Albert Schäfer, Hans Flauaus, Christian Werner, Dieter Becht, Herbert

 

Rode, Helmut Werner, Adam Schäfer, Willi Ohr, Roland Götz, Günther Weyer, Philipp Edel

Durch die wiederum in Selbsthilfe im Jahr 1971 durchgeführte Gerätehauserweiterung konnte zum 80 jährigen Jubiläum - verbunden mit dem Kreisfeuerwehrtag - im Jahr 1972 ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 8 der Fa. Hanomag durch die Gemeinde Hähnlein übergeben werden. Im gleichen Jahr 1972 wurde auch der heutige Unterrichtsraum in der ehem. Bürgermeisterei von Grund auf auf Wehrkosten und in Selbsthilfe renoviert. 1972 ist als besonderer Einsatz eine Gasexplosion in der Rodauer Straße 14 zu erwähnen.

1976 wurde aus Vereinsmitteln ein gebrauchter VW-Bus gekauft und in Selbsthilfe zu einem Einsatzleitfahrzeug und Mannschaftstransportwagen umgebaut.

Aufgrund der großen Trockenheit musste die Wehr in diesem Jahr auch zu einem Waldbrand bei Einhausen sowie zu einem Brand im Pfungstädter Moor ausrücken.

1977 wurde Heinz Machleid aufgrund der Gebietsreform Wehrführer; im Jahr 1980 wurde Karl-Albert Schäfer zum Wehrführer gewählt. Heinz Machleid ist inzwischen Ehrenortsbrandmeister, Karl-Albert Schäfer Ehrenvorsitzender.

Ebenfalls in diesem Jahr 1980 wurde nach der Ausmusterung des FK 1000 ein weiteres Löschgruppenfahrzeug LF 8 der Fa. Mercedes-Benz angeschafft. Hierbei handelte es sich um ein Vorführfahrzeug mit 12.000 km Laufleistung.

Im Juni 1980 musste die Wehr zu einem Großbrand bei der Fa. Wolf in Alsbach ausrücken.

Mit der Anschaffung von 12 Funkalarmempfängern wurde in Hähnlein 1980 die stille Alarmierung eingeführt. Daneben wurde bei größeren Einsätzen die Alarmierung durch 3 vorhandene Sirenen – zwei Luftschutzsirenen, jeweils eine auf der Alten Schule und eine auf dem Saal des ehem. Gasthauses „Zur Spitz“ sowie eine gemeindliche auf dem Gerätehaus - beibehalten.

Im April 1981 war die Wehr bei den Löscharbeiten beim Großbrand der Fa. Schwab in der Sandwiese beteiligt; im Oktober des gleichen Jahres musste eine Bereitschaft zu einem Gasaustritt bei der Fa. Ruhrgas gestellt werden.

1982 konnte das 90 jährige Gründungsjubiläum begangen werden.

Im November 1983 war die Wehr bei einem Großbrand in der Schreinerei Wackenhut in der Gernsheimer Straße 24 eingesetzt.

Durch die Änderung der Vereinssatzung wurde im Jahr 1984 eine Ehren- und Altersabteilung für die nicht mehr aktiven Kameraden gegründet.

Der erste Vertreter im Vorstand wurde Georg Sieben.

In den Jahren 1985-1987 wurde das Gerätehaus nochmals erweitert und modernisiert; die Einweihung erfolgte zusammen mit dem DRK Hähnlein, das ebenfalls in einem Teil dieses Gebäudes sein Domizil hat, im März 1988.

Freiwillige Feuerwehr Hähnlein im Jahre 1988 im renovierten Gerätehaus

1. Reihe:

Heinz Steinfeldt, Fritz Merschroth, Heinz Machleid, Philipp Werner, Georg Sieben, Willi Rothermel, Peter

 

Meid, Willi Ohr, Josef Preis, Albert Schäfer

2. Reihe:

Helmut Werner, Norbert Bickhardt, Konrad Harzer, Hans Flauaus, Werner Grünig, Wilfried Trautmann, Hans

 

Eichhorn, Konrad Knies,Karl-Albert  Schäfer, Axel Rothermel, Herbert Rode, Günther Gräff, Volker Gräff,

 

Walter Götz, Arnd Müller

3. Reihe:

Fritz Diefenbach, Georg Rothermel, Willi Gerhard, Walter Schneider, Ernst Bickhardt, Horst Schäfer,

 

Reinhold Werner, Thomas Schäfer, Peter Nickel, Rainer Gerhard, Klaus Gerhard, Wolfram Müller, Jörg

 

Wackenhut

Als größerer Einsatz sei hier noch der Wohnhausbrand bei der Familie Jeromin, Im Steingarten 2, im Juni 1989 genannt. Bei diesem Brand wurde das gesamte Dachgeschoss zerstört.

1990 wurde der als Einsatzleitfahrzeug dienende VW-Bus ausgemustert und durch ein Fahrzeug der Fa. Mercedes-Benz ersetzt. Nach Abholung bei der Fa. Ziegler in Giengen wurde das Fahrzeug als Mannschaftstransportwagen (MTW) im Juni 1990 offiziell übergeben.

Seit März 1990 ist die Gemeinde Alsbach-Hähnlein mit Diosd in Ungarn verschwistert. Aus diesem Grund wurde der ausgemusterte VW-Bus im September 1990 der Gemeinde Diosd unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Da Diosd keine eigene Feuerwehr hat - der Brandschutz ist durch die nahegelegene Berufsfeuerwehr von Budapest gewährleistet - diente das Fahrzeug anderen gemeindlichen Zwecken; inzwischen ist es ausgemustert und dient als privates Gartenhaus.

Das Jahr 1990 war auch das Jahr der ersten Besuche der heutigen Partnerwehr Obercrinitz. Die erste Delegation aus der noch realen DDR reiste im September 1990 mit Wartburg, Trabant und Moskwitsch an. Es folgten zahlreiche Besuche und Gegenbesuche.

Ein wichtiges Datum wäre in diesem Zusammenhang auch zu nennen:

Die Verschwisterung der Gemeinde Alsbach-Hähnlein mit den sächsischen Gemeinden Obercrinitz und Stangengrün. Diese fand in großem Rahmen anlässlich des 80 jährigen Gründungsjubiläums der Freiw. Feuerwehr Stangengrün statt.

Das Jahr 1992 war ein Meilenstein in der Hähnleiner Feuerwehrgeschichte:

Es konnte das 100 jährige Gründungsjubiläum - verbunden mit dem Kreisfeuerwehrtag des Landkreises Darmstadt-Dieburg - gefeiert werden.

Die drei Festtage mit einem großen Programm und einem Umzug aller Kreiswehren ist jedem Hähnleiner sicherlich noch in guter Erinnerung.

Im Rahmen dieses Festes erfolgte auch die offizielle Verschwisterung mit der Freiw. Feuerwehr Obercrinitz mit dem damaligen Wehrleiter Werner Mückenheim und dem Hähnleiner Wehrführer Karl-Albert Schäfer.

Freiwillige Feuerwehr Hähnlein im Jahre 1992 in der Sport- und Kulturhalle

1. Reihe:

Steffen Gerhard, Heiko Bernhard, Michael Baar, Sacha Beck, Bernd Eichhorn, Frank Edel, Wolfram Müller,

 

Tobias Werner

2. Reihe:

Albert Schäfer, Josef Preis, Konrad Knies, Karl-Albert Schäfer, Heinz  Machleid, Philipp Werner, Peter

 

Meid, Georg Sieben

3. Reihe:

Heinz Gerhard, Herbert Rode, Georg Rothermel, Willi Gerhard, Walter Götz, Thomas Schäfer, Werner

 

Grünig, Horst Schäfer, Willi Ohr, Hans Eichhorn, Wilfried Trautmann, Adam Schäfer

4. Reihe:

Reihe: Konrad Harzer, Helmut Werner, Fritz Diefenbach, Reinhold Werner, Jörg  Wackenhut, Axel

 

Rothermel, Arnd Müller, Klaus Gerhard, Norbert Bickhardt

5. Reihe:

Heinz Steinfeldt, Willi Rothermel, Peter Nickel, Erwin Martin, Ernst Bickhardt, Rainer Gerhard, Günther

 

Gräff, Bozo Butorac, Reinhard Raab, Georg Rothermel, Peter Schäfer

Ein weiterer Meilenstein in unserer Feuerwehrgeschichte ist die Gründung einer Jugendfeuerwehr am 01. März 1993.

Unser heutiges Jubiläum feierte unsere Partnerwehr Obercrinitz bereits im Jahr 1993; mit dem damals noch aktiven SKV-Fanfarenzug wurde an den Feierlichkeiten im Festzelt an der Obercrinitzer Schule sowie im Gasthof Dörfel mit den „Stangengrüner Lausbuam“ teilgenommen.

Einen besonderen Einsatz bot das Jahr 1993: In der Carlo-Mierendorff-Straße 25 musste aufgrund eines heftigen Familienstreites verschüttete Verdünnungsflüssigkeit abgestreut werden; die Wehr hat sich an der anschließenden Schlichtung bewusst nicht beteiligt!

Das Jahr 1994 begann mit einem Großbrand: Im Februar vernichtete ein Feuer Geschäft und Lager der Fa. Elbracht Im Steingarten.

Das heute noch im Dienst stehende wasserführende Löschgruppenfahrzeug LF 8/6 der Marke Mercedes-Benz wurde im Juni 1994 als Ersatz für das vorhandene LF 8 der Marke Hanomag übergeben; gleichzeitig wurde das alte LF 8 der Obercrinitzer Wehr zur Verfügung gestellt, wo es noch heute vorbildlich gepflegt seinen Einsatzdienst verrichtet; die offizielle Übergabe dieses Fahrzeuges erfolgte im Februar 1995 in Obercrinitz.

Was heute schon bereits Tradition ist, wurde im Jahr 1995 erstmalig veranstaltet: Ein „Tag der offenen Tür“ mit der Präsentation der Fahrzeuge und Gerätschaften und der Darstellung der vielfältigen Aufgaben einer Feuerwehr.

Der 02. Mai 1995 ist bestimmt noch allen in nicht allzu guter Erinnerung: Die Wehr wurde in der Nacht nach dem Maifeiertag zu einer vorsätzlich herbeigeführten Gasexplosion in die Gernsheimer Straße 88 und Im Ritterbruch 11 gerufen.Das vordere Wohnhaus wurde dabei völlig zerstört, das hintere leicht beschädigt. Auf dem Gelände befinden sich heute 2 gemeindeeigene Wohnhäuser.

Aus dem Jahr 1996 kann nur über ein mehr oder weniger markantes Ereignis berichtet werden: Auf dem Marktplatz brannte die bei den Hähnleiner Jugendlichen aller Generationen beliebte Liebeslaube ab; sie wird bis heute von der Jugend vermisst, da sie nicht wiederaufgebaut wurde.

Am 16.Juli 1997 wurde die Wehr zu einem Öleinsatz in die Schulstraße 12 gerufen. Beim näheren Hinsehen handelte es sich jedoch um ausgelaufenes Rostwasser eines Heizkörpers; der Einsatz fand dennoch Aufnahme in die Statistik!

Ein für die Geschichte der Feuerwehr wichtiges Jahr war 1998.

Aufgrund des Erreichens der Dienstaltersgrenze des bisherigen Wehrführers und Vorsitzenden Karl-Albert Schäfer wurden bei der Generalversammlung im Rahmen der Neuwahlen des Vorstandes beide Ämter und damit formell auch der Vorstand in einen Feuerwehrausschuss und einen Vereinsvorstand getrennt. Zum Wehrführer wurde Michael Baar, zum Vereinsvorsitzenden Klaus Gerhard gewählt.

1998 war auch das Jahr der Großbrände: Am 16.Juli brannte der Dachstuhl des Wohnhauses Rechel in der Georg-Fröba-Str. 12, am 22.Juli die Scheune der Familie Seib in der Georg-Fröba-Str. 17. Am 11.November war die Hähnleiner Wehr bei einem Brand in einer Tiefgarage in der Pfarrtanne eingesetzt.

Da die Alarmierung durch die 3 vorhandenen teilweise noch aus Luftschutzzeiten stammenden Sirenen nicht mehr voll gewährleistet war, wurde auf dem Schlauchturm eine neue Hochleistungssirene (mit einem bis heute sehr gewöhnungsbedürftigen Ton !) installiert.

Am Rande noch ein mehr oder minder wichtiges Ereignis aus dem Jahr 1999: Der Beginn der Sonntagsübung – bisher um 8.00 Uhr – wurde nach teilweise heftigen Diskussionen auf der Generalversammlung mit einem Kompromiss auf 8.30 Uhr verlegt; auf das vom Vorstand vorgeschlagene 9.00 Uhr konnte man sich beim besten Willen nicht einigen!

Das Milleniumsjahr 2000 begann um 00.30 Uhr nach einem Abend der Bereitschaft mit einem Baumbrand in der Georg-Fröba-Straße 27. Der Monat Juni 2000 ist noch vielen Mitbürgern und auch der Wehr in besonderer Erinnerung: An mehreren Tagen mussten aufgrund starker Regenfälle Keller und Wohnungen im gesamten Ortsgebiet leergepumpt werden.

Ein Großbrand alarmierte die Wehr am 24.April 2001: Das Dach der Scheune des Anwesens Gernsheimer Straße 25 brannte komplett ab.

Auch das Jahr 2002 begann wie das Jahr 2000 mit einem Brandeinsatz und zwar um 17.00 Uhr in der Rheinstraße 26 in der Sandwiese.

Bereits das 120 jährige Gründungsjubiläum konnte im Herbst 2002 unsere Partnerwehr in Obercrinitz feiern. Die Feierlichkeiten waren zwar vom Jahrhunderthochwasser in Sachsen und Sachsen-Anhalt überschattet, aber dennoch ein voller Erfolg. Zum Hochwassereinsatz in Dessau war auch eine Hähnleiner Gruppe als Teil eines Kreisverbandes mehrere Tage im Einsatz.

Im Jahr 2003 wurden die bereits genannten Magirus LF 16 TS aus dem Jahr 1968 (Baujahr 1963) und der Mercedes-Benz LF 8 aus dem Jahr 1980 durch ein neues Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 Mercedes-Benz/Aufbau FGL/Metz ersetzt; die offizielle Übergabe fand im Rahmen des Feuerwehrfestes am 14.09.2003 statt.

Der Verein Freiwillige Feuerwehr Hähnlein hat zur Zeit 53 aktive Kameraden, 17 Kameraden in der Ehren- und Altersabteilung, 18 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr und 320 den Verein unterstützende passive Mitglieder. Er bildet als der älteste Hähnleiner Verein einen wichtigen und nicht mehr wegzudenkenden Faktor im Gemeinschaftsleben von Hähnlein.

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